|
|
|
| Zweijahreskurs mit neuem Schwerpunkt: Sportmission |
| (von Renate Bloess - 20.02.2009) |
Neues vom Theologischen Seminar: Ein Kurs mit Schwerpunkt Sportmission
In den Curricula fast aller theologischen Ausbildungsgänge spielte das „Top-Thema“ Sport leider bisher überhaupt keine Rolle – zu Unrecht, wie wir meinen.
Theologische Ausbildung soll auf den Dienst in der Jugend-, Gemeinde- und Missionsarbeit vorbereiten. Angesichts der großen Bedeutung, die der Sport in unserer Gesellschaft hat, müssen wir zugeben, dass in diesem Bereich bisher kaum etwas angeboten wurde.
Diese Lücke soll nun ein Angebot schließen, das wir als NEUES LEBEN-Seminar ab September 2009 in Zusammenarbeit mit Mitarbeitern der missionarischen Sportlerarbeit „SRS“ machen wollen.
Wir erweitern unsere zweijährige Theologische Fachschule (Kurs B) um einen wählbaren „Schwerpunkt Sportmission“. Neben den theologischen Basisfächern des bisherigen zweijährigen Programms werden erfahrene Mitarbeiter, die selbst in der missionarischen Sportarbeit stehen, spezielle Unterrichtseinheiten anbieten - z.B. Sport und Bibel, Gemeinde und Sport, Sportmission, Sportmentoring etc.
In diesem Kurs sollen junge Menschen, deren Anliegen es ist, Sportler missionarisch anzusprechen oder die sich in ihrer Gemeindearbeit besonders in der Sportmission engagieren möchten, auf ihren Dienst vorbereitet werden.
Auf diese Weise werden mehr Sportler und Sportinteressierte das Evangelium hören. Als Lehrer des Seminars wünschen wir uns, dass wir neue missionarische Aufbrüche erleben, weil sich viele unserer Studierenden von diesem Anliegen anstecken lassen.
Wenn Sie Interesse an der „Theologischen Fachschule mit Schwerpunkt Sportmission“ haben, geben wir Ihnen gern weitere Auskünfte über Aufnahmevoraussetzungen, angebotene Fächer, BAföG-Förderung etc.
Klaus Schmidt, Rektor
|
|
| So war's |
| (von Renate Bloess - 17.03.2009) |
Am 14. März 2009 sitzen einige Seminaristen noch gemütlich am Frühstückstisch und genießen die Brötchen, während in der Küche schon emsige Geschäftigkeit herrscht. Es liegt etwas in der Luft, denn es ist kein normaler Samstag. Ein Sonnenstrahl fällt durch das große Fenster im Foyer, auf die ersten Besucher des Infotages am Neues – Leben Seminar.
Der Tag beginnt mit Begegnungen beim Kaffeetrinken. Lehrer und Schüler, Gäste, Angestellte, Ehemalige und Freunde treffen nach und nach ein. Schritte, Gespräch und Lachen klingt durch die Flure. Der Saal des Neues – Leben Zentrums füllt sich und es werden schnell noch ein paar Stühle nachgestellt.
Der Infotag wird diesmal von vielen als Gelegenheit genutzt, um Bekannte einzuladen. Musik und Begrüßung schaffen eine freundliche und helle Atmosphäre. Klaus Schmidt spricht über die Jüngerberufung und betont, dass Jesus mit jedem Menschen etwas vorhat, so unterschiedlich wir auch sind.
Nach diesem Impuls, der nicht nur den einen oder anderen Gast zum Nachdenken anregt, geht es in den „Schnupperunterricht“. Ob man in „Hermeneutik“ bei Dr. Hans Georg Wünch lernen will, wie die Bibel zu verstehen ist oder in „Einführung in die Gemeindelehre“ unseren neuen Lehrer Steffen Schulte kennen lernen möchte, dürfen die Gäste heute selber entscheiden. Dies fällt einigen verständlicherweise nicht leicht.
Ein weiteres Highlight des Tages (nicht nur für uns Studenten) ist das Mittagessen. Unsere Küchenfeen machen einfach die besten Pommes!
Nach der Stärkung und ein wenig Pause geht es informativ weiter. Es wird die Ausbildung vorgestellt, sowie einige spannende Zukunftspläne über das neue Studienangebot.
Offiziell endet das ganze Geschehen wie es begonnen hat: mit gemeinsamem Kaffeetrinken.
Wir finden: es war ein rundum gelungener Tag in entspannter Atmosphäre, mit vielen Gästen und fröhlichen Begegnungen!
Einen weiteren Seminar-Schnuppertag gab es am 13.05.2009.
|
|
| Mission geht auch anders |
| (von Renate Bloess - 17.03.2009) |
Mission geht auch anders …
Was tun, wenn westliche Missionsstrategien dominieren, aber nicht mehr funktionieren?
Zunehmend gewinnen Missionsinitiativen der Zwei-Drittel-Welt an Kraft.
Frank Paul berichtete am 16.2.09 während seines Missionsvortrages im Neues Leben- Zentrum, Wölmersen, von seiner langjährigen Erfahrung aus Argentinien. Seit seiner Rückkehr nach Deutschland lebt Frank Paul mit seiner Familie in der ökumenischen Kommunität der „Offensive Junger Christen“ (OJC) in Reichelsheim/ Odenwald.
In Argentinien hat Frank Paul von 1989-2007 in einem multikulturellen Missionsteam mit den Toba-Indianern in der Nähe des Paranaflusses zusammengearbeitet.
Der authentische Vortrag von Frank Paul hat Seminaristen und Gäste aus den umliegenden Gemeinden des NLZ herausgefordert und ins Nachdenken gebracht.
Nachfolgend der ausführliche Bericht von Dr. Alfred Meier über diesen Vortrag:
Mission geht auch anders …
Was tun, wenn westliche Missionsstrategien dominieren, aber nicht mehr funktionieren?
Zunehmend gewinnen Missionsinitiativen der Zwei-Drittel-Welt an Kraft.
Frank Paul berichtete am 16.2.09 während seines Missionsvortrages im Neues Leben- Zentrum, Wölmersen, von seiner langjährigen Erfahrung aus Argentinien. Seit seiner Rückkehr nach Deutschland lebt Frank Paul mit seiner Familie in der ökumenischen Kommunität der „Offensive Junger Christen“ (OJC) in Reichelsheim/ Odenwald.
In Argentinien hat Frank Paul von 1989-2007 in einem multikulturellen Missionsteam mit den Toba-Indianern in der Nähe des Paranaflusses zusammengearbeitet.
Der authentische Vortrag von Frank Paul hat Seminaristen und Gäste aus den umliegenden Gemeinden des NLZ herausgefordert und ins Nachdenken gebracht.
Die weißen Missionare, so Frank Paul, verstehen sich nicht als Missionare im klassischen Sinn, sondern als „brüderliche Mitarbeiter“. Evangelisieren und missionieren, das können die Indios inzwischen selbst. Die Aufgabe der Ausländer besteht darin, zu assistieren und zu beraten. Die Zeiten, wo der weiße Mann die Missionsstrategien bestimmte und die Entwicklung der Arbeit dominierte, sind längst vorbei. Die klassischen Missionstationen mit einer Krankenstation, einer Schule, einer Kirche und dem Haus der Missionare im Zentrum sind „out“. Diese Strategie hat lange Zeit dominiert, aber letztlich nicht funktioniert. Sie hat einheimische Initiativen gelähmt und Gemeindewachstum eingeschränkt. Das kolonialistische Erscheinungsbild der westlichen Missionsarbeit wird seit langem hinterfragt und als irrelevant abgelehnt.
Gefragt sind Mitarbeiter aus dem Westen, die sich unters Volk mischen, die mitten in der Bevölkerung leben, Kontakte knüpfen, Vertrauen schaffen und ganzheitlich sich um die Belange der einheimischen Bevölkerung kümmern.
Apropos Vertrauen … Vertrauen aufzubauen ist existentiell für den Erfolg der Arbeit. Zu oft sind die argentinischen Indianer von der weißen Elite des Landes betrogen, misshandelt und enttäuscht worden. Von daher ist es den Indios nicht zu verübeln, wenn sie in jedem Weißen zunächst einen „potentiellen Gauner“ sehen.
Frank Paul ist immer wieder zu Reisen in die indianischen Dörfer aufgebrochen, um bei der Bibelübersetzung in die Tobasprache zu helfen, Mitarbeiter zu schulen und bei der Gestaltung von Gottesdiensten mitzuwirken. Diese Reisen waren nicht nur Grundlage einer indianischen Missionsstrategie, sondern dienten ebenso als „vertrauensbildende Maßnahme“.
Das Wachstum der indianischen Gemeinden ist enorm, seitdem sie das Ruder selbst in die Hand genommen haben und die Missionare aus dem Westen eingesehen haben, dass sie strategisch umdenken müssen. Die Gemeinden sind mittlerweile selbstständig, sie bestimmen selbst die Liturgie ihrer Gottesdienste und die Methoden der Evangelisation. Tanz, Dialogpredigten sind feste Bestandteile.
Gemeinden sind für die Toba aber auch der Raum, wo das indianische Selbstbewusstsein gestärkt werden kann. Christen stehen füreinander ein, nicht nur geistlich, sondern auch im sozialen Bereich. Der Kampf um eine gerechte Verteilung des Landes hat eine hohe Priorität, weil hier die wirtschaftliche Existenz auf dem Spiel steht. Von der Gemeinde organisierte Demonstrationen vor dem Bürgermeisteramt verwandeln sich in Gebetskampagnen.
Das Resümee des Vortrags war eindeutig: Westliche Mission wird dann erfolgreich sein, wenn sie Vertrauen schafft und lokale Initiativen stärkt und hilfreich flankiert.
Alfred Meier
26.2.09
|
|
| 27. September 2009 - Start ins neue Semester |
| (von Renate Bloess - 07.09.2009) |
Es beginnt mit einem Eröffnungsgottesdienst am 27. September 2009 um 15:30 Uhr, Redner ist Klaus Riebesehl, der neue Lehrer für NT und AT.
Für ca. 40 neue Seminaristen ist das der Auftakt ihrer Ausbildung am Neues Leben-Seminar.
Veranstaltungsort ist das Neues Leben-Zentrum.
Vorher (ab ca. 14:00 Uhr) sind alle ganz herzlich zum Kaffeetrinken eingeladen. |
|
| Von Deutschland nach Kanada und zurück |
| (von Renate Bloess - 20.07.2009) |
1979 in White Rock, Kanada geboren zog Steffen 1985 mit seinen Eltern Doris und Wilfried und seinem jüngeren Bruder René nach Deutschland.
Nach seiner Ausbildung zum Informations-technischen Assistenten führte ihn sein Theologiestudium nach Bonn und Kapstadt, zuletzt jedoch wieder zurück nach Kanada. Dort studierte er Praktische Theologie und Missiologie am Regent College in Vancouver. Während des Studiums lernte er auch seine Frau, Wendy, kennen. Auch sie studierte dort, allerdings mit dem Schwerpunkt Altes Testament. Nach ihrer Hochzeit zogen sie ca. 5000 km weiter an die Ostküste Kanadas nach Halifax in die Heimat von Wendy. Dort fand Steffen bald eine Anstellung als Pastor in einer jungen Gemeinde und Wendy in ihrem alten Beruf in einem Labor. Seit Dezember 2008 leben sie in Wölmersen, wo Steffen eine Stelle als Dozent für Praktische Theologie am Neues Leben-Seminar angenommen hat. Daneben arbeitet er an einer Doktorarbeit zum Thema Evangelisation in der Postmoderne. Wendy lernt gerade sehr intensiv Deutsch, erkundet die neue Heimat und versucht die deutsche Kultur zu verstehen. Im August erwarten sie ihr erstes Kind. In ihrer Freizeit ist Wendy gerne sportlich aktiv und Steffen seit kurzem mit einem kleinen Motorrad unterwegs. Beide reisen sehr gerne, am liebsten aber nur mit Zelt und Schlafsack.
Ein Zitat von Steffen Schulte über seine Arbeit am Seminar:
Ich unterrichte am Neues Leben Seminar, weil das Einzige was mich mehr begeistert als Evangelisation und Gemeinde ist, andere dafür zu begeistern.
|
|
| Gastschüler |
| (von Klaus Schmidt - 11.09.2009) |
Möchten Sie sich noch intensiver über die Ausbildung am Neues Leben-Seminar informieren?
Wir laden Sie herzlich ein, uns einmal als Gastschüler für ein bis zwei Tage zu besuchen, um das Seminar kennen zu lernen. Unterkunft und Verpflegung während dieser Zeit sind kostenlos. Bitte fordern Sie ausführliche Unterlagen und einen „Gastschüler-Gutschein“ an.
Kommen Sie und erleben Sie zwei Tage Unterricht am Neues Leben-Seminar!
Bitte setzen Sie sich mit uns zwecks Terminabsprache in Verbindung:
Neues Leben-Seminar
z.H. Frau Margit Grab-Heider (Sekretariat)
Raiffeisenstraße 2
57635 Wölmersen
Tel. 02681/2397
Fax 02681/70683
E-Mail: Seminar@neues-leben.de
Wir freuen uns, wenn Sie von unserem Angebot Gebrauch machen. |
|
| Nach der praxisbezogenen Ausbildung nun Praxis pur |
| (von Renate Bloess - 15.10.2009) |
22 Absolventen des Neues Leben-Seminars beenden ihre Ausbildung
Die Absolvierungsfeier des Neues Leben-Seminars in der EFG Wölmersen am Sonntag, den 14. Juni 2009 ist der zweite Gottesdienst dieser Art, den ich als Neues Leben Mitarbeiterin mitfeiere. Der zweite von 24 in der Geschichte des Seminars, die 1985 begonnen hat. Im Jahr 2010 wird es auf ein Vierteljahrhundert solcher Anlässe zurückblicken können, bei denen junge Leute nach erfolgreichem Abschluss ihrer Ausbildung feierlich verabschiedet und für ihre Dienste in Gemeinde und Mission oder für ein Aufbaustudium gesegnet werden.
Vom Ablauf her – Predigt, Zeugnisübergabe, Einsegnung, feierlicher, musikalisch vielfältig und ideenreich gestalteter Rahmen - weisen diese Absolvierungsgottesdienste zwar Wiederholungen auf, sind aber doch jedes Mal einzigartig. Diese Einzigartigkeit verdanken sie den ganz speziellen Leuten, die nach erfolgreicher ein-, zwei-, oder vierjähriger Ausbildung verabschiedet werden. Verwandte und Freunde sind gekommen, um diesen Meilenstein in ihrem Leben zusammen mit ihnen zu feiern. Zu benachbarten Gemeinden, in denen die Seminaristen während ihrer Ausbildung mitgearbeitet haben, sind Beziehungen gewachsen. Auch von dort sind Freunde und Gäste gekommen.
Die Zeit des gemeinsamen Lebens und Lernens am Seminar hat geprägt. Man geht anders als man gekommen ist. Mit erweitertem Horizont und einer Fülle erworbenen Wissens. Um viele praktische Erfahrungen reicher, die man bei Einsätzen und Praktika gesammelt hat. Nach gemeinsam bestandenen Herausforderungen beschenkt und bereichert, besser gewappnet für die Aufgaben, die nun kommen. Für Klassengemeinschaften und Klassenlehrer heißt es nun Abschied nehmen. Und die Seminaristen die noch bleiben, müssen sich von denen verabschieden, die gehen. Es wird deutlich, dass während der Ausbildungszeit ein Stück gemeinsames Leben gewachsen ist, an dem Dozenten und Studenten ihre Anteile hatten. Herzliche Umarmungen und Rosen bei der Zeugnisübergabe lassen etwas davon spüren. Ebenso die Segensworte, die den Absolventen mit auf den Weg gegeben werden.
22 junge Leute haben ihre Ausbildung beendet und übernehmen nun Verantwortung an verschiedenen Einsatzorten. Das Neues Leben-Seminar legt großen Wert auf eine Ausbildung, die nicht an den Herausforderungen der Praxis scheitert. Ob es gelungen ist, sie dafür fit zu machen – diesen Test werden sie nach der Feier des erfolgreichen Abschlusses ihrer Ausbildung ablegen. Dabei ist es den Dozenten wichtig, weiter Kontakt mit „Ehemaligen“ zu halten, denn was aus ihrem Leben wird, reflektiert letztendlich die Arbeit, die am Seminar geleistet wird.
Renate Bloess |
|
|
|